Public Private Partnership PDF Drucken
Workshop PPP im Krankenhaussektor

am 27. März 2007 an der Charitè Berlin-Mitte

Rudolf-Virchow-Hörsaal
Campus Charité Mitte
Berliner Medizinhistorisches Museum
Schumannstr. 20/21
10117 Berlin

Thematik und Intention
Sehr geehrte Damen und Herren,

schwierige Zeiten erfordern besondere Lösungen.  „Public Private Partnership“ (PPP) ist ein solcher Weg.

Sparzwänge fördern häufig die Kreativität. Die finanziellen Handlungsspielräume aller staatlichen Ebenen haben sich drastisch reduziert. Wir stehen vor erheblichen Herausforderungen in vielen Bereichen wie der Gesundheits-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik sowie die Neuordnung der föderalen Beziehungen. PPP könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Die Problematik ist doppelschichtig. Einerseits muss die öffentliche Hand dringend notwendige Investitionen tätigen, muss den vorhandenen Sanierungsstau auflösen. Andererseits ist und bleibt der finanzielle Handlungsspielraum eingeengt und erlaubt keine „großen Sprünge“. Als möglicher Ausweg bietet sich u.a. die Einbindung von privatem Kapital für öffentliche Aufgaben an.

Wichtig: Im Unterschied zu einer kompletten Privatisierung bleibt die Gesamtverantwortung und Steuerung bei der Öffentlichen Hand.

PPP ist nicht das Ziel, sondern der Weg und zwar zu mehr Effizienz. Es ist dabei ein Instrument zur Beschaffung, aber auch zur Modernisierung von öffentlichen Einrichtungen. Im konkreten Fall ist es jeweils eine von mehreren Handlungsalternativen. In jedem Fall ist die wirtschaftlichste Variante zu wählen.

Vor allem gilt: Alle Strukturen sind auf den Prüfstand zu stellen. Sämtliche Effizienzpotenziale müssen erkannt und ausgeschöpft werden. Der Staat kann sich keine Ineffizienz leisten.

Aus Sicht der Privatwirtschaft bieten PPP die Chance, sich nachhaltig als Partner der öffentlichen Hand  und die eigene Leistungsfähigkeit sowie das eigene Know-how langfristig zu etablieren.

Auch die mittelständische Wirtschaft vor Ort kann von PPP profitieren: Mit PPP kommt es überhaupt erst zu öffentlich initiierten Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Ein mittelständisches Unternehmen oder eine Arbeitsgemeinschaft aus Mittelständlern kann als PPP-Gesellschaft, die eine Infrastruktureinrichtung baut und betreibt, zum Zug kommen.

In PPP-Verträgen kann auch per Mittelstandsklausel vereinbart werden, dass eine größere PPP-Gesellschaft bei Auftragsvergaben an Subunternehmen die örtlichen Betriebe besonders berücksichtigt.

„Dieser Workshop soll daher Gelegenheit bieten, praxisnah über die Chancen, aber auch über die Grenzen von Public Private Partnership (PPP)  zu informieren und zu diskutieren.



Martin Henze

Geschäftsführer

GSK Strategy Consultants