3. Leipziger Gesundheitstag PDF Drucken

Logistik und Finanzierung

 

Liebe Frau Kollegin, lieber Herr Kollege,

die deutsche Krankenhausgesellschaft schlägt Alarm: „Die Krankenhäuser in Deutschland stehen mit dem Rücken zur Wand. Jedes Jahr fehlen 4 Milliarden Euro in den Kliniken, um notwendige Investitionen vorzunehmen und um Gebäude zu modernisieren. Insgesamt hat sich ein Investitionsstau von rund 50 Milliarden Euro angehäuft.“

Das Ende der Konvergenzphase naht. Daher weiß niemand, was 2009 passiert. Bleibt es beim Festpreissystem? Wie steht es mit der Budgetierung? Was passiert mit der ambulant/stationären Verzahnung?

Erkennbar wird, dass die demografische Entwicklung den Anteil an älteren, multimorbiden Patienten signifikant steigen lässt, so dass der Behandlungsaufwand steigen wird. Gleichzeitig sinkt das Reservoir an Fachpersonal rapide, was schon heute spürbar wird.

Das Gesundheitswesen steht daher vor einer permanenten Herausforderung. Kosten müssen gesenkt, die Versorgungsqualität soll jedoch stabilisiert sowie gesteigert werden.

Der Städte- und Gemeindetag, der Landkreistag und andere Institutionen treffen ähnliche Aussagen für die sonstigen öffentlichen Einrichtungen und kommunalen Selbstverwaltungen.

Entscheidend dürfte für alle Einrichtungen der Daseinsvorsorge sein, wie die Optimierungsreserven innerhalb der vorhandenen Angebotsstrukturen durch Vernetzung, Kooperation und Konzipierung von flexibleren Dienstleistungsstrukturen ausgenutzt werden können.

Freilich gibt es eine Konstante, die bei allen Diskussionen nicht in den Hintergrund treten sollte: Die Menschen, die nicht gesund sind und eine möglichst optimale medizinische und pflegerische Hilfe von Seiten der Ärzte, Pflegekräfte und der Krankenhäuser erhoffen und benötigen.

Zweifelsohne sind die ökonomischen und technologischen Prämissen, denen wir uns widmen, ein wichtiger Aspekt. Hierbei dürfen jedoch die Adressaten allen gesundheitspolitischen Handelns, nämlich die Kranken, zu keinem Zeitpunkt aus dem Blickfeld geraten.

Der Leipziger Gesundheitstag ist in Mitteldeutschland die Veranstaltung, die sich inhaltlich der engen Verzahnung der medizinischen Praxis mit den betriebswirtschaftlichen, ethischen und technologischen Ansprüchen widmet. Darüber hinaus bietet der Leipziger Gesundheitstag ein Diskussions- und Netzwerkforum.

In 2007 sind medizinische und technologische Konzepte sowie Finanzierungsansätze wie auch die effiziente Gestaltung der logistischen Dienstleistungsprozesse Schwerpunktthemen.

Als Referenten sind Experten verpflichtet, die den Teilnehmern praxisnahe, innovative und geeignete Lösungsstrategien vorstellen.

Die Veranstaltung ist durch die Landesärztekammer Sachsen als Fortbildungsveranstaltung gemäß Fortbildungsordnung anerkannt.

Eine begrenzte Teilnehmerzahl, die sich wohltuend von den üblichen Veranstaltungen abhebt, sichert einen fruchtbaren Austausch der Informationen. Ein Teilnehmerbetrag wird bewusst nicht erhoben.

Der Leipziger Gesundheitstag ist in diesem Jahr wiederholt zu Gast beim Universitätsklinikum Leipzig. Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät, die am 10. Juli 1415 gegründet wurde und somit die zweitälteste, in ununterbrochener Folge lehrende, medizinische Ausbildungsstätte in Deutschland ist, bildet das Klinikum einen der innovativsten Maximalversorger in Deutschland.

Wir hoffen auf einen intensiven Gedankenaustausch, eine lebhafte Diskussion und freuen uns auf Ihr Kommen.

Martin Henze

Geschäftsführer der GSK